Nussbaumersee

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03.01.2008

 
Ein Klick auf die Karte zeigt die genaue Wegstrecke.

Allgemeine Angaben

Lage:

Fläche:
Uferlänge:

Zufluss:
Abfluss:   
Höhe:          
Orte am Ufer:
Besonderheiten:
 

Kanton Thurgau, an der
Grenze zum Kanton Zürich

2 ha
3 km
Tobelbach
Seebach
434 m ü. M. 
Nussbaumen
nicht weit entfernt liegt
die Kartause Ittingen




von

 

nach

 

Zeit

 

Distanz

 

insgesamt

Nussbaumen

 

Nussbaumen

 

 h

 

5 km

 

328 km

 

 

bewölkt, später milchige Sonne,  -2 ºC

  

In Nussbaumen führt mich der Weg zuerst weg vom See. Nach etwa zwei Kilometern über den „Seehof“ gelange ich zum erstenmal ans Ufer. Der See ist fast gänzlich zugefroren.

Es hat wenige Graureiher und unzählige Raben. Auf dem Weg wimmelt es von Baumnussschalen (Wir sind ja schliesslich auch in Nussbaumen…). Die Raben haben die Nüsse fallen lassen, um ans leckere Innere zu gelangen. Clever.

Auf einer Infotafel lese ich, dass das Seeufer vor 3000 Jahren bereits besiedelt war. Über hundert Häuser. Das ist ja fast mehr als heute. In jedem Fall bin ich froh, dass ich bei den aktuellen Temperaturen heute – schön warm eingepackt – am See stehe und nicht damals.

Auf einmal tauchen Rehe vor mir auf (natürlich nicht aus dem Wasser)! Obwohl ich mich absolut ruhig verhalte, scheint sie meine signalgelbe, Nepal geprüfte Regenjacke zu verunsichern. Vielleicht waren sie auch ganz einfach überrascht. Sie eilen von dannen.

Auf dem Rückweg Boxenstop in Hüttwilen. In der Landi gibt es den besten Gravensteiner weit und breit! – Aber oh weh… Tempi passati! Das war einmal… Der dienstälteste Angestellte kann sich noch schwach erinnern, dass sie tatsächlich in früheren Jahren einmal eigenen Gravensteiner angeboten hätten. Ich vermute zu Zeiten der ersten Besiedelung des Nussbaumerseeufers.

 

Zitat des Tages:

„Gehe Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

 

Wissenswertes über den Nussbaumersee

Die Eiszeiten haben die Gegend stark geprägt. Die Endmoräne zwischen Nussbaumen und Stammheim zeigt den damaligen Stand des Gletschers. Als sich dieser zurückzog, entstand im freigewordenen Zungenbecken ein grosser, zusammenhängender See, dessen Spiegel rund 8 Meter höher lag als die Pegel der heutigen Seen. Später sank das Wasser um rund 5 Meter.

Kranzartig um die heutigen drei Seen finden sich Lagerplätze mittelsteinzeitlicher Jäger und Fischer, alle mindestens fünf Meter über dem aktuellen Pegelstand gelegen. Auf dem Uerschhauserhorn entstand um 800 v.Chr. ein grosses Dorf mit einer Fläche von rund 8‘500 m². Es gehört zu den grössten bekannten bronzezeitlichen Siedlungen in Mitteleuropa.

Später verlockte die sonnige Südhalde des Seerückens die Römer und im Mittelalter die Nonnen von Kalchrain zur Ansiedlung. Für seine vielen Fachwerkbauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist heute z.B. Stammheim weitherum bekannt. Vor 100 Jahren war das Stammertal das grösste Hanfanbaugebiet der Schweiz. Noch heute ist das Gebiet agrarisch geprägt (Uerschhausen ist nach wie vor ein praktisch lupenreines Bauerndorf mit knapp hundert Einwohnern), die Erzeugnisse dienen nur anderen Gelüsten (oder Süchten): Ober- und Unterstammheim haben die grösste zusammenhängende Rebbaufläche des Kantons. Und die danebenliegenden Hopfen- und Tabakfelder vermitteln den Eindruck, der Mensch lebe alleine vom Trinken und Rauchen.

Seit 1938 sind der Hüttwiler- und der Nussbaumersee in Privatbesitz. In den letzten Jahren hat sich die «Stiftung Seebachtal» das Land rund um die Seen sukzessive angeeignet, um mit verschiedenen Massnahmen die prächtige Landschaft zu erhalten und insbesondere wieder eine bessere Wasserqualität zu erreichen.

Der Nussbaumersee ist nur von den Dörfern Uerschhausen und Nussbaumen aus zu sehen. Ansonsten versteckt er sich hinter Bäumen und Büschen.

Durch Anklicken lassen sich alle Fotos vergrössern.

Seewasserentnahme

 

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