Murtensee

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31.01. + 04.02. 2008

 
Ein Klick auf die Karte zeigt die genaue Wegstrecke.

Allgemeine Angaben

Lage:

Fläche:
Volumen:
Uferlänge:
maximale Tiefe:
Länge:
Breite:
theoret. Aufenthaltszeit
des Wassers im See:

Einzugsgebiet:
Zufluss:
Abfluss:   
Höhe:          
Orte am Ufer:

Seeland,
Kantone Fribourg und Vaud

22.8 km²
0.55 km³

24 km
45 m
8.2 km
2.8 km

1.6 Jahre
693 km²

Broye
Canal de la Broye
429 m ü. M.
Murten
 

Aus logistischen Gründen bin ich gezwungen, den Murtensee in zwei Halbetappen aufzuteilen.  

Teil 1

von

 

nach

 

Zeit

 

Distanz

 

insgesamt

Faoug (-Mur)

 

Sugiez

 

4 h

 

17 km

 

313 km

Teil 2

von

 

nach

 

Zeit

 

Distanz

 

insgesamt

Sugiez

 

(Murten-) Faoug

 

2 h

 

10 km

 

323 km

 

1. Teil

Hochnebel, teils sonnig, 0ºC / 3ºC

Das Seeland ist von Hochnebel bedeckt. Im Verlauf des Tages soll – so die Wetterfee – die Sonne die Oberhand gewinnen. Dies wird auch so sein. Allerdings nur für kurze Zeit.

Von Faoug bis Salavaux gehe ich entweder durch schöne Wälder oder aber der Weg führt beinahe endlos an „eingewinterten“ Camping/Caravan-Plätzen vorbei.

Nach Überqueren der Broye gelange ich bei Vallamand zum erstenmal in die Rebberge. Eine ausgesprochen schöne Strecke.

Nach Mur lasse ich den Mont Vully links liegen. Ich habe ihn in eher schlechter Erinnerung. Er war vor 35 Jahren das Ziel meines einzigen 50-km-Marsches in meinem Leben. Damals war der Wolf in der Schweiz noch lange kein Thema. Für mich schon…

Rebberg reiht sich nun an Rebberg. Zudem scheint die Sonne. Es wird spürbar wärmer. Herrlich. Auch sind die Ortschaften, durch die ich komme (Lugnorre, Môtier, Praz, Nant und Sugiez), bei Sonnenschein noch viel schöner als sie so schon sind.

 

Zitat des Tages:

„Wer aufrichtig seinen Weg geht, geht sicher, wer krumme Wege geht, wird durchschaut.“ (aus dem Buch der Sprichwörter, AT, Spr 10.9)

 

 

 

2. Teil 

Schneeregen, -1ºC / 1ºC

Es war eine Fügung des Schicksals, dass ich den Murtensee in zwei Etappen unterteilen musste. Der Weg von Sugiez durch den Freiburger Staatswald Le Chablais wäre vor vier Tagen völlig unpassierbar gewesen. Absolut bodenlos. Der Zustand des Weges ist zwar heute noch derselbe, aber es ist viel kälter. Der Morast ist gefroren. Zum Glück.

Das Wetter lässt jedoch sehr zu wünschen übrig. Zuerst ist es einfach kalt und trüb. Dann beginnt es zu schneien und mit der Zeit geht der Schneeschauer in Schauer über. Es ist klar, dass bei diesem Wetter nicht einmal ein Hund vor die Tür geschickt wird.

Natürlich hört man unter diesen Umständen auch keinen einzigen Vogel. So habe ich genügend Musse, mich an den brillanten Vortrag des Singvogels (www.singvogel.ch) vom Vorabend im Theater Fauteuil zu erinnern und mich von Neuem daran zu erfreuen. Es war ein absolut bombastischer Auftritt.

 

Gedanklich wieder zurück am See stelle ich fest, Muntelier und Murten wirken wie ausgestorben.

In Faoug habe ich Gelegenheit, meine Kleider etwas trocknen zu lassen.

 

Zitat des Tages:

„Wer den Weg der Wahrheit geht, stolpert nicht.“ (Mahatma Gandhi)

 

Wissenswertes über den Murtensee

Der Murtensee oder Lac de Morat ist mit einer Fläche von 22.8 km² der kleinste der drei grossen Jurarandseen. Er liegt in den Kantonen Freiburg und Waadt.

Der Hauptzufluss ist die Broye, die 63% des Einzugsgebietes entwässert. Abfluss ist der Broyekanal, der in den Neuenburgersee führt. Zusammen mit dem Neuenburgersee dient der Murtensee als Ausgleichsbecken für die in den Bielersee mündende Aare. Wenn der Bielersee aufgestaut ist, kommt der Abfluss zum Stillstand und fliesst zeitweise sogar rückwärts.

Während der Expo.02 befand sich auf dem Murtensee, 200 m vom Hafen in Murten entfernt, ein rostiger, begehbarer Monolith des Architekten Jean Nouvel von 34 Metern Seitenlänge, in dessen Inneren zwei Panoramabilder zu sehen waren. Nach der Landesausstellung wurde dieser wieder demontiert.

Pfahlbauten am Murtensee
Der Murtensee ist der kleinste der drei Jurafuss-Seen, und wie von den Ufern des Bieler- und Neuenburgersees, sind auch von hier zahlreiche Hinweise auf jungstein-zeitliche und bronzezeitliche Siedlungsreste bekannt. Zwischen dem Murten- und dem Neuenburgersee verläuft der Mont Vully, ein Höhenzug, der mit dem bekannten eisenzeitlichen Oppidum ebenfalls ein bedeutendes archäologisches Objekt aufweist. Seit 2002 ist dort ein Nachbau der keltischen Befestigungsanlage zu besichtigen. Nordöstlich an den Murtensee schliesst sich das Grosse Moos an, aus dem ebenfalls verschiedene archäologische Funde stammen.

Heute sind etwa 40 prähistorische Fundpunkte aus dem Gebiet des Murtensees und dem ufernahen Teil des Grossen Mooses bekannt, von denen etwa die Hälfte Ufersiedlungen sein dürften.

Die Fundstellen Muntelier-Dorf, Strandweg und Fischermätteli zählen mit dendrochronologischen Daten ab 3870 v.Chr., möglicherweise sogar schon ab 3895 v.Chr., zu den ältesten Ufersiedlungen, die wir in der Westschweiz kennen.

Durch Anklicken lassen sich alle Fotos vergrössern.

Seewasserentnahme

 

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