Klingnauersee


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02.01.2008

 
Ein Klick auf die Karte zeigt die genaue Wegstrecke.

Allgemeine Angaben

Lage:
Fläche:
Uferlänge:
maximale Tiefe:
Zufluss:
Abfluss:   
Höhe:          
Orte am Ufer:

Kanton Aargau
1.16 km²
9 km
8.5 m  
Aare
Aare
318 m ü. M.
Döttingen, Klingnau




von

 

nach

 

Zeit

 

Distanz

 

insgesamt

Döttingen

 

Döttingen

 

2 h

 

8 km

 

284 km

 

 

bewölkt,  um 0 ºC 

 

Vom Bahnhof Döttingen aus gehe ich auf direktem Weg zur Aare, die hier in den aufgestauten Klingnauersee übergeht.

Ich überquere die Aare und komme in Kleindöttingen am Winterquartier des Circus Medrano vorbei. Eine einsame Lampe brennt. Niemand ist zu sehen.

Der ganze Weg rund um den See verläuft in der Folge auf einem Damm. Der Weg ist durchgehend geteert, d.h. ich werde laufend von Velofahrern (der Veloclub Gippingen ist nicht weit), Skatern, Langläufern auf Rollen und natürlich jeder Menge angefressener „Nordisch Geher“ überholt. Von den letzteren im Takt und Gleichschritt.

Na ja. Ich geniesse die Vogelwelt. Selbst die Stockenten. Daneben hat es hier eine grosse Zahl von Wintergästen auf dem See. Ein schöner Anblick.

In der Hälfte des Weges erreiche ich das Kraftwerk Klingnau. Kein Mensch weit und breit. Die Maschinen scheinen alleine zu laufen. Im allgegenwärtigen Schatten von „Leibstadt“ vielleicht normal.

 

Zitat des Tages:

„Wo kämen wir hin, wenn alle sagten: Wo kämen wir hin?, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.“ (Kurt Marti)

 

Wissenswertes über den Klingnauersee

Der Klingnauer Stausee liegt im Wasserschloss der Schweiz, am Unterlauf der Aare zwischen Klingnau und Koblenz, kurz vor deren Mündung in den Rhein. Der Stausee entstand beim Bau eines Elektrizitätswerks in den 1930er Jahren, ist heute ein Naturschutzgebiet und ein wichtiger Lebensraum für bedrohte Vogelarten. Er ist rund drei Kilometer lang und an seiner breitesten Stelle 500 Meter breit.

Die Bevölkerung des unteren Aaretals war in vergangenen Jahrhunderten immer wieder durch Überschwemmungen geschädigt worden. Kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts wurde auf beiden Seiten des Flusses ein Hochwasserschutzdamm errichtet, der von Böttstein bis fast nach Koblenz reichte. Beim Bau des Dammes wurde ein grosser Wasserlauf am Westufer abgeschnitten; dadurch entstand ein Altwasserlauf (stilles Gewässer, das lediglich durch Sickerwasser gespeist wird).

Um 1900 erfolgte der Bau des Flusskraftwerks Beznau südlich des heutigen Sees. Der Altwasserlauf wurde mit dem Aushubmaterial des Oberwasserkanals teilweise aufgefüllt. Auf der so entstandenen Fläche wurden Fichten angepflanzt. Etwa die Hälfte des Altwasserlaufs (Fläche ca. 23 Hektaren) blieb als Auenwald erhalten und steht heute unter Naturschutz.

Von 1931 bis 1935 wurde dann ein zweites Kraftwerk bei Klingnau gebaut, allerdings etwa zwei Kilometer weiter nördlich (und etwa einen Kilometer vor der Aaremündung). Die Aare wurde aufgestaut und die Fliessgeschwindigkeit stark reduziert. Es bildete sich ein durch die Hochwasserdämme begrenzter See. Innert weniger Jahre entwickelte sich der neue See zu einem Überwinterungsgebiet nordischer Zugvogelarten bzw. Brutstätte und Lebensraum für einheimische Vögel. Auch der Biber ist in den letzten Jahren wieder heimisch geworden.

Der Klingnauer Stausee ist heute ein Naturdenkmal von nationaler Bedeutung.

Durch Anklicken lassen sich alle Fotos vergrössern.

Seewasserentnahme

 

zum

Joux, Lac de - Lauerzersee

 

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