Joux, Lac de


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24.01.2008

 
Ein Klick auf die Karte zeigt die genaue Wegstrecke.

Allgemeine Angaben

Lage:
Fläche:
Uferlänge:
maximale Tiefe:
maximale Länge: 
maximale Breite:
Zufluss:
Abfluss:   
Höhe:          
Orte am Ufer:
Besonderheiten:
 

Kanton Waadt
9.5 km²
21 km
32 m  
0.5 km
0.3 km  
Orbe
(Orbe)
1004 m ü. M.
Le Pont, Le Chenit, L'Abbaye
unterirdischer Abfluss,
Naturstausee


 

von

 

nach

 

Zeit

 

Distanz

 

insgesamt

Le Pont

 

(L'Orient-) Le Pont

 

5 h

 

23 km

 

276 km

 

Der Weg nach Le Pont ist so lange, dass man sogar noch die Zeit findet, die aktuellen Schlagzeilen der Basler Zeitung zu lesen...

 

 

 

 

sonnig,  -5ºC bis 2ºC

  

Der See ist zugefroren. Es ist bitterkalt. Die Sonne geht auf. Der Tag verspricht schön zu werden.

Ich versuche vergeblich, bei Le Pont das Eis zu durchbrechen, um an das Seewasser zu gelangen.

Auf der Sonnenseite des Sees führt der Weg die ersten Kilometer durch Wälder und über Weiden über den Revers. Wie meistens bin ich ganz allein. Oder doch nicht? Plötzlich erhalte ich Gesellschaft von drei Gämsen. Sie haben mich wohl nicht erwartet. Sie springen weiter.

Bei Le Lieu senkt sich der Weg an den See. Ich entdecke eine Stelle, wo das Eis nicht so dick ist. Ich versuche ein Loch hinein zu schlagen. Das gelingt mir erstaunlicherweise. So komme ich hier doch noch zu meinem Seewasser.

Auf einmal meine ich Trommeln zu hören… Es wird ja wohl – zwei Wochen vor dem Morgestraich – keine Marschübung einer Basler Fasnachtsclique sein. Nach langem Suchen entdecke ich, dass die Trommelgeräusche aus dem See unter der Eisdecke kommen. Auf den nächsten Kilometern merke ich, dass der See auch gluckst und kracht. Interessant.

Am Seeende komme ich bei La Golisse durch ein schönes Ried, bis ich dann während etwa zwei Kilometern der Strasse entlang marschieren muss, was nicht sehr lustig ist.

Doch danach bleibe ich am Seeufer und erreiche auf den Stümpen Le Pont.

 

Zitat des Tages:

„Aller Anfang ist leicht, und die letzten Stufen werden am schwersten und seltensten übersprungen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

 

Wissenswertes über den Lac de Joux

Der Lac de Joux ist ein See im Hochtal des Vallée de Joux im Nordwesten des Kantons Waadt, in der Westschweiz. Er liegt auf einer Höhe von 1004 m ü. M. im Waadtländer Jura und ist der grösste See im Juragebirge. Der tiefste Punkt des Seebodens befindet sich auf 972 m ü. M., was einer Seetiefe von 32 m entspricht.

Der rund 9 km lange und im Mittel 1 km breite See erstreckt sich von Südwesten nach Nordosten und nimmt den unteren Teil des Vallée de Joux ein. Er liegt in einer Senke zwischen den Juraketten des Mont Tendre im Südosten und des Risoux im Nordwesten. Den Abschluss im Nordosten bildet die Dent de Vaulion. Einziger Zufluss des Lac de Joux ist die Orbe, welche im Südwesten mündet. Sonst erreichen nur noch ein paar Rinnsale von den Hängen der Mont Tendre-Kette den See. Nördlich des Lac de Joux schliesst sich nach der 200 m breiten Landbrücke von Le Pont der 2 m tiefer liegende Lac Brenet an. Mit diesem ist der Lac de Joux zwar durch ein kleines Gewässer verbunden, das jedoch nur einen Bruchteil des durch die Orbe herangeführten Wassers wieder abführt. Der Rest des überschüssigen Wassers des Lac de Joux versickert im Kalkuntergrund des Seebodens und tritt erst in der Source de l'Orbe bei Vallorbe wieder zutage.

Das Südostufer des Lac de Joux ist verhältnismässig flach, im Bereich der Mündung der Orbe befindet sich ein grösseres Sumpfgebiet. Im Nordwesten wird der See in seiner ganzen Länge von der harten Gesteinsrippe Le Revers begleitet, weshalb man hier ein sehr steiles, bis 80 m hohes, zeitweise felsiges und unwegbares Ufer vorfindet. Am Südostufer liegen der Ort L'Abbaye sowie die lang gezogenen Strassensiedlungen Vers-chez-Grosjean und Les Bioux, am Nordostufer der Ort Le Pont, alle zur politischen Gemeinde L'Abbaye gehörig.

Obschon die Siedler in früheren Zeiten immer Holz schlugen und auch zu Holzkohle brannten, worauf der Name des Dörfchens Les Charbonnières am Lac Brenet hinweist, blieben die Bergwälder weitgehend erhalten, weil die Berner Regierung im 17. Jahrhundert verfügt hatte, dass die Grenzgebiete gegen Frankreich bewaldet bleiben müssten.

Weil der See in einem komplett abgeschlossenen Hochtal liegt, in der sich im Winter bei entsprechender Wetterlage jeweils ein Kaltluftsee ansammelt, friert er auch heute noch in den meisten Wintern völlig zu. Dann ist auf der grossen Fläche Eislaufen möglich.

In früheren Zeiten wurde im Winter auf dem zugefrorenen See Eis gewonnen, das im Sommerhalbjahr vor allem nach Frankreich aber auch nach Deutschland exportiert wurde. Kunden waren hauptsächlich Spitäler, Brauereien und Gasthäuser.

Anbei ein Text, wie die Fische einst in den Lac de Joux kamen:

Les poissons et la pêche - Richesse pour la Vallée de Joux
La Vallée de Joux était recouverte par un glacier durant la dernière période de glaciation. Vu la topographie encaissée et l’altitude élevée du site, il est vraisemblable qu’aucune espèce de poisson n’ait pu coloniser les eaux de la Vallée après le retrait du glacier. La faune piscicole y a donc été introduite artificiellement dès le Moyen Age, par des moines établis dans la région. Toutes les introductions ne sont toutefois pas documentées, mais on sait que le brochet avait déjà été implanté par des moines au 13e siècle. L’ombre de rivière a été introduit dès 1911 par des alevinages effectués dans l’Orbe, le corégone dès 1931 par des alevins d’origine lémanique. Bien qu’introduite, la faune piscicole constitue une grande richesse pour la Vallée de Joux. Le lac de Joux ainsi que ses affluents, comptent 12 espèces de poissons. Les espèces importantes du point de vue de la pêche sont le corégone, la truite, l’ombre, la perche et le brochet. Leur abondance dans le lac de Joux est telle que deux pêcheurs professionnels peuvent en vivre. Le canton vend en outre entre 200 et 350 permis annuels de pêche de loisir valables dans ces lacs seulement, auxquels s’ajoutent quelque 500 permis de courte durée.
(Aus „LE LAC DE JOUX ET L’ORBE - MILIEUX VIVANTS - EVOLUTION DE LA QUALITÉ DES EAUX : 1985 – 2004, Département de la sécurité et de l'environnement du canton de Vaud“ )

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Seewasserentnahme

Seewasserentnahme

 

 

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Inkwilersee - Klingnauersee

 

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