2. Etappe

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Donnerstag, 23. September 2010

 

von

 

nach

 

Zeit

 

Distanz

 

insgesamt

Oberalppass

 

Sedrun

 

3 h

 

14 km

 

22 km

 Karte GPS

 

11°C - 16°C, sonnig

Oberalppass 2044m – Tschamut 1667m – Selva 1530m – Sontga 1487m – Camischolas 1344m – Sedrun 1441m

 

Um es vorweg zu nehmen, diese Strecke werde ich ganz bestimmt NIIIIIEEEEEEEEEEEEEEEEEE MEEEEEEEEEEHHHR gehen!

Doch nun der Reihe nach.

Ich starte bei schönem Wetter auf der Passhöhe Oberalp um 15 Uhr. Zuerst weht ein recht kühler (kalter!) Wind. Gleich unterhalb der Passhöhe ist davon (glücklicherweise) nichts mehr zu spüren. Vom Wetter her müsste es also eine schöne Etappe geben.

Die Unannehmlichkeiten beginnen dann allerdings schon sehr schnell. Zum einen ist der Bergweg nach Tschamut streckenweise hundsmiserabel markiert, so dass ich den Weg immer wieder suchen muss, zum anderen ist das Gelände steil abfallend und der (extrem schmale) Weg äusserst steinig. Ich muss bei jedem Tritt genau hinschauen, wohin ich trete. Die Landschaft anschauen, fotografieren oder die Nase putzen kann ich nur im Stehen, ballancierend auf irgendeinem Felsbrocken.

Ich denke schon für mich, dass es unmöglich noch schlimmer kommen kann. Aber weit gefehlt. Immer wieder führt der Weg über / durch ausgedehnte Moor- und Sumpffelder. Mehr als bodenlos! Zwar gibt es immer mal wieder verdreckte Bretter und Hilfsstege, jedoch "schwimmen" diese meistens auf dem Morast. Ein Steg bricht, als ich mitten drauf stehe. In letzter Sekunde kann ich mich retten!

Ich durchquere Tschamut. Ich kann mich dabei nur langsam beruhigen. Immer wieder fluche ich teils leise, teils auch sehr laut in die hehre Berglandschaft hinaus.

Nach Tschamut ändert sich die Landschaft (und auch die Qualität des Weges). Es wird bedeutend flacher. Der Weg senkt sich angenehm zum (verwaisten) Golfplatz von Selva. Nun könnte ich die Strecke bis Sedrun geniessen, wenn ich nur nicht schon so kaputt wäre!

Mit einem (ungewollten) Umweg über die AlpTransit-Baustelle komme ich in Sedrun an.

Für den Aufstieg zum Bahnhof mobilisiere ich meine allerletzten Kräfte. Ich kann nicht mehr.

 

 

 


der junge Vorderrhein

 

 

 

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