12. Etappe

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Pfingstsamstag, 22. Mai 2010

 

von

 

nach

 

Zeit

 

Distanz

 

insgesamt

Balmberg

 

Stierenberg

 

5 ½ h

 

19 km

 

202 ½ km

 Karte  GPS

 

22°C, sonnig

Ober Balmberg 1078 m – Weissenstein 1284 m – Althüsli 1317 m – Stallflue 1409 m – Obergrenchenberg 1348 m – Untergrenchenberg 1295 m – Stierenberg 1075 m

 

Es ist der Samstag vor Pfingsten. Ein herrlicher Tag kündet sich an.

Vom Oberbalmberg steigt der Weg stetig an. Nun bin ich bereits zum ersten Mal froh, dass der Wald wieder belaubt ist und der Weg somit im Schatten verläuft. Vom Schofgraben her erreiche ich das Plateau des Weissensteins. Natürlich nehme ich den Umweg in Kauf und steige zum Kurhaus auf. Die Aussicht von der Hotelterrasse ist absolut fantastisch! Das ganze Alpenpanorama ist klar erkennbar. Über dem Mittelland hängen vereinzelte Wolken. Auch über der Seilbahn hängen die Wolken, schwarze Wolken. Das Seil ist weg. Die Zukunft der Bahn nach wie vor unsicher.

Ich benütze den Panoramaweg zum Hinteren Weissenstein, steige auf zur Hasenmatt, umgehe diese jedoch zum Schluss und komme dafür am Althüsli vorbei, einer netten Bergwirtschaft.

Zum letzten Mal steigt der Weg steil an bis zur Stallfluh. Der Weg führt hier über eine wunderschöne Hochebene. Der Ausblick auf die Alpen ist immer noch grossartig, obwohl sich die oben erwähnten Wolken zu verdichten scheinen.

Auf der Krete der Wandfluh (teils sehr abschüssig!) komme ich zum Obergrenchenberg (Windkraftwerk).

Seit - wie mir scheint - ewigen Zeiten warte ich nun schon auf ein einladendes Bänklein am Wegesrand. Ich gebe die Hoffnung auf und setze mich auf einer leicht abfallenden Weide auf den Boden. Ich achte nur darauf, dass ich nicht in bzw. auf letztjährigem Mist lande. Ich bin ganz allein und es herrscht eine Grabesruhe. Ich packe meine Wegzehrung aus und geniesse den Tag und das schöne Wetter... Mit der Zeit realisiere ich, dass ich schon eine ganze Weile Glocken höre, viele Glocken, Kuhglocken. Zuerst ganz leise, weit weg, dann immer näher kommend. Es tönt wie die Treichler am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest. Mir wird langsam mulmig zu Mute, obwohl ich noch nichts sehen kann und auch gar nicht weiss, aus welcher Richtung die Glockenklänge eigentlich kommen. Die Szene erinnert nun auf einmal an einen Film mit John Wayne. Auf der nahen Hügelkuppe erscheinen "von hinten" die Indianer zu Hunderten hoch zu Ross. Auf der Kuppe bleiben sie in einer Reihe kurz stehen, bevor sie sich mit lautem Gebrüll auf John stürzen. - So geschieht es nun mit mir... und den Kühen. Eilig schnappe ich mir meine Habseligkeiten, das halbe Sandwich im Mund, und schaue, dass ich hinter einen schützenden Zaun komme. Auf der sicheren Seite beende ich meine Rast und beobachte, wie die Hornschwestern da, wo ich eben noch gesessen bin, genüsslich den Boden düngen.

Zwischen den Ober- und dem Untergrenchenberg überschreite ich den Grenchenbergtunnel, der sich 840 m unter mir befindet.

Auf dem Unteren Grenchenberg verweile ich kurz. Den Skiliften und den Beschilderungen nach scheint hier im Winter einiges los zu sein. Jetzt sind es nur einzelne Ausflügler.

Der Weg fällt nun ab und erschöpft komme ich auf dem Stierenberg an. Das gleichnamige Berghaus ist sehr zu empfehlen. Der Wurstsalat mit Pommes frites ist perfekt - und die Bedienung auch.

 

 

 

 

 

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Balsthal - Balmberg   Stierenberg - Frinvillier

 

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