10. Etappe


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Samstag, 17. April 2010

 

von

 

nach

 

Zeit

 

Distanz

 

insgesamt

Hauenstein

 

Balsthal

 

5 h

 

20 ½ km

 

167 km

 Karte  GPS

 

5°C bis 12°C, neblig, dunstig (Mittelland), dann sonnig - Vulkanasche über Europa! Keine Flugzeuge!

Hauenstein 674 m – Challhöchi 847 m – Belchenflue 1098 m – Asp 772 m – Bärenwil 778 m – Stelli 844 m – Egg 840 m  – Tiefmatt 820 m – Schattenberg 800 m – Cholgrueben 670 m – Balsthal 492 m

 

Um halb acht Uhr morgens starte ich in Hauenstein bei Kälte, Dunst und Nebel. In Island spuckt ein Vulkan Asche und überdeckt ganz Europa mit einer riesigen Dunst- und Aschewolke. Der europäische Flugraum ist gesperrt. Vielleicht hängt ja der Dunst über dem Mittelland auch damit zusammen. Sämtliche Fotos sind in Richtung Jura gemacht. In Richtung Mittelland sehe ich während der ganzen Etappe so gut wie gar nichts.

Der Weg führt zuerst stetig ansteigend dem Ifleterberg entlang bis zur Challhöchi (848 m ü. M.). T.L. war oft hier. Die Challhöchi ist mir deshalb ein Begriff.

Auf einer Naturfahrstrasse aus dem ersten Weltkrieg ("Fortifikation Hauenstein") gewinne ich zusehends an Höhe. Ich komme an unzähligen Batallionszeichen aus vielen Schweizer Kantonen vorbei. Das Erstellen dieser Strasse vor bald hundert Jahren stelle ich mir dabei sehr mühsam vor.

Unverhofft stehe ich auf dem Bölchen (1098 m ü. M.). - Mit (sehr) wenig Aussicht....

Ich steige über sehr schöne Matten ab. Nach Gwidem verlaufe ich mich zum ersten Mal auf dieser Fernwanderung. Die Beschilderung ist hier schlecht und der einzuschlagende Weg noch schlechter. Ich folge dieser (falschen) Route einige hundert Meter. Nun kommt mir das Ganze etwas Spanisch vor und ich drehe um. Nach einigem Suchen finde ich dann die richtige Abzweigung, versteckt zwischen Büschen.

Was nun folgt, ist der Höhepunkt der bisherigen 160 Kilometer! In schlechterem Zustand kann ein Weg gar nicht mehr sein. Aufgeweicht, ausgespült, abgerutscht, ausgelatscht (von Pferden), mit viel Wurzelwerk und Geäst, ein Riesenpflotsch, und das ziemlich steil abwärts und über eine Länge von ungefähr 500 Metern... Laut fluchend ergebe ich mich meinem Schicksal. (Fredi würde wieder sagen, es gebe kein Schicksal.)

Bei Asp gelange ich in einen Volkslauf. Toll, denke ich, das auch noch! Alle paar Meter eine Beschilderung und immer wieder Absperrbänder. Ich stelle mir schon vor, ich im Kontermarsch. Auf einer Ameisenstrasse in der "falschen" Richtung... (Mit der Zeit merke ich dann, dass ich diesen Volkslauf "leider" verpassen werde. All diese Vorbereitungen gelten dem morgigen Sonntag. Was für ein Glück!)

Ich komme durch Bärenwil, wo ich das letzte Mal mit Bader Willi war (ca. 1964).

Der Weg steigt nun wieder an (ziemlich steil) bis auf die Höchi Flue. Und nun erwartet mich der schönste Teil der heutigen Etappe. Während längerer Zeit - bis zur Tiefmatt - gehe ich über Juraweiden. Nach links Richtung Mittelland sehe ich nichts (Dunst), nach rechts dafür das ganze Tal zwischen Langenbruck und Holderbank und im Vordergrund die imposante Ruine Alt Bechburg. In der Ferne kann ich bereits das heutige Tagesziel erkennen, Balsthal. Auch bei der Bechburg war ich zuletzt vor etwa 45 Jahren. Die Zeit vergeht.

Ich wähle nun den Weg dem Schattenberg entlang, an den Cholgrueben vorbei bis nach Balsthal.

 

 

 

 

 

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Staffelegg - Hauenstein   Balsthal - Balmberg

 

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